ASTRA COLADA

ASTRA COLADA

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00:00:00: Noch ist ein Wort, noch hat Substanz.

00:00:03: Noch

00:00:04: und Nöcher, noch'n Pfeil im Köche.

00:00:07: Noch findet Stadt, noch isst beliebt.

00:00:11: Noch sprech ich Platt, noch bin nicht verlieb.

00:00:14: Noch mach ich Podcasts, das drin!

00:00:18: Noch hab mich auf den Bremer Felix Reisel Und noch dreht er sich im Kreisel noch kurz

00:00:34: vor dem Debüt.

00:00:35: Aber seit Jahren ein Genie

00:00:37: Künstlernamekamera.

00:01:16: Die Zeit rennt.

00:01:17: Ladies and gentlemen, boys'n girls in everyone-in-between.

00:01:20: wir haben Folge dreihundertzehn am achtzehnten sechsten zwei tausend und sechs.

00:01:25: Wir sind bei Astracolada hier wieder in meiner Küche ohne Daniel Hütmann aber mit Felix Reisler.

00:01:32: Reisel!

00:01:34: Ah, Reislar!

00:01:35: Wo kommt der denn da rüber?

00:01:37: Der ist das Ding halt einfach... Ich hab ähm ich habe Du bist ja unter deinem Pseudonym Kamera unterwegs und habe beim Recherchieren, was ich wollte eigentlich total wenig von dir gefunden.

00:01:50: Und dann kommt sozusagen das Management, was dich in meine Küche hineingelotzt hat rein und meint wir haben hier einen Newcomer Künstler!

00:02:00: Ich habe das Gefühl aber... dass wir beide vom Altersunterschied gar nicht so weit auseinander liegen?

00:02:06: Nein, ich hab ja gerade schon gehört wie alt du bist.

00:02:08: Wir liegen überhaupt nicht

00:02:10: weiter auseinandersammt.

00:02:10: Oder frage ich mich vielleicht zwei Felix oder mitteßte unter deinem Pseudonym Kamera angesprochen werden.

00:02:16: Ich glaub es ist gut wenn Du mich mit Felix ansprichst weil wenn ich Kamera bin dann... ich habe auch grade eben schon gehört Du hast Schauspielerfahrung oder sogar Ausbildung und dann schlüpfe ich dahinein wie in eine Figur Und ich hab Kostüm und Schminke, und all das.

00:02:34: All das hilft mir auch, Kamera zu werden!

00:02:36: Weil ich das heute hier offensichtlich nicht dabei habe, fühle mich ganz wohl wenn du mich als Felix ansprichst.

00:02:42: Wollte nämlich kurz fragen, Felix ... wann... Welch Alter?

00:02:47: darf man sich nicht mehr ein Newcomer-Künstler schimpfen?

00:02:49: Ja,

00:02:49: gute Frage!

00:02:51: Ich hab mir darüber natürlich jetzt viele Gedanken gemacht, weil ich dann doch relativ spät noch mal neu begonnen hab mit einer neuen... Karriere in Anführungszeichen, kannst du das noch machen?

00:03:04: Kannst du noch Popmusik machen oder ist es eher was für die jungen Leute.

00:03:08: Ich meine, du stehst ja vielleicht vor der gleichen Frage wenn Du als Popkünstler auf der Bühne stehst so... Immer!

00:03:14: Was denkst Du mich?

00:03:18: Es hilft mir am meisten, wenn ich viel arbeite, Projektbezogen den Korridor weiter öffne Als ich vielleicht noch gedacht habe, wie es ist als Pop-Künstler mit zwanzig was sozusagen mein Ziel ist zurückzustecken.

00:03:38: Branchen zu kennen und auch zu verstehen warum man jetzt zum Beispiel nicht mehr auf den gleichen Festivals spielt wie noch vor zehn oder fünfzehn Jahren weil auch das Business sicher geändert hat.

00:03:49: Und wenn man sich so die Headliner der ... großen Festivals, wo ich zum Beispiel gespielt habe ansieht.

00:03:57: Versteht auch das da eine Veränderung passiert?

00:04:00: Also es ist so ne Mixtur aus Verständnis aber nicht aufgeben wollen sondern projektbezogen arbeiten und... Das hilft mir zum Beispiel total diese Frage zu vermeiden ob das noch richtig ist.

00:04:16: Ja ich finde letzten Endes ist die Antwort ja auch in uns drin also gar nicht so von außen so Sondern wenn ich mich Bereit dafür viele Pop-Musik, Popkunst zu machen?

00:04:30: Unabhängig von meinem Alter.

00:04:31: Dann finde ich ist es richtig.

00:04:33: also wer soll sagen du bist so alt oder so?

00:04:36: natürlich gibt's dann ein Publikum oder einen Markt der vielleicht nicht bereit ist oder wie auch immer Oder auch bestimmte Altersgruppen die den vielleicht dann Verständnis fehlt.

00:04:46: Ich weiß es nicht keine Ahnung aber letzten Endes ist die Antwort glaube ich in uns drin.

00:04:50: oder

00:04:52: Aber ist das etwas was dir auch ... vor deiner Platte, die glaube ich am sechsten, zwanzigsten, sechsen kommt das Album raus.

00:05:01: Ist es etwas was dir gesagt worden ist?

00:05:03: Was immer so beiläufig von manchen Leuten gedroppt wird... Ach Mensch komm Felix!

00:05:09: Machst du noch mal schön Vinyl und dann gehst du wieder in den normalen Arbeitsalltag hinein.

00:05:16: oder ist es denn doch eher dass es einem selbst der kleine Mensch im Ohr sagt, du bist zu

00:05:21: alt?

00:05:21: Ja genau, von außen habe ich das überhaupt nicht gehört So, ne?

00:05:25: Das ist nur die Frage, die ich mir selbst stelle.

00:05:27: Gerade weil ich ja auch den Felix mit Anfang zwanzig kenne was der für eine ... Ja, für eine krasse Energie hatte oder für eine... Für Nehmerqualitäten im Nachtleben!

00:05:44: Oder du weißt, was ich mein,

00:05:45: ne?!

00:05:46: Also es gibt ja auch einen Körper, der auch ein bisschen älter wird und so.

00:05:52: Ja deswegen, ich glaube das kommt nur von innen.

00:05:55: Von außen höre ich das nicht.

00:05:58: Was mir aufgefallen ist, in den wenigen Texten die ich über dich gefunden habe und über das Album, dass als zweites Wort oft nach Popmusik Theater fällt.

00:06:12: Und das interessiert mich weil ich noch überhaupt gar keinen Livebezug zu dir eigentlich habe und eigentlich noch gar nicht weiß wie... Baust du dieses Element des Theaters halt hinein?

00:06:26: Interessiert mich total, weil in letzter Zeit hatten wir ... Wir haben oft Musiker und Menschen aus der Branche.

00:06:31: Und ich hatte witzigerweise jetzt also gefühlt so die letzten fünf, sechs, sieben Gäste kamen alle aus dem Theater- und Schauspielerbereich.

00:06:43: Also erst mal Ich fühle mich auf der Theaterbühne total wohl

00:06:46: Bist du Schauspieler

00:06:48: auch Auf jeden Fall, ich arbeite als Schauspieler.

00:06:50: Ich bin kein ausgebildeter Schausspieler aber ich arbeide seit ja seit zwanzig Jahren an Theatern viel auch an Stadttheatern.

00:06:59: Ich war gestern noch am Theater Ossner Brück weil ich da spontan eine Figur übernehme in einem Kindertheatersstück für das ich eigentlich Musik gemacht habe.

00:07:10: Das Stück habe ich eigentlich komponiert oder mit dem Assemble die musikalische Einstudierung gemacht.

00:07:17: Und jetzt ist ja eine Schauspieler krank geworden und ich hatte ihn eh bei einer Probe schon mal vertreten zu Beginn in der Stückentwicklung noch, und jetzt kam der Anruf ob ich ihn nicht ersetzen kann.

00:07:26: deswegen hatte ich gestern ne Probe im Theater aus Nahrbrück und hab' mit den beiden verbliebenen Schaus Spielern das Stück einmal geprobt.

00:07:34: was ich probierte hat mir letzte Woche dann per Video nochmal draufzuschauen.

00:07:39: Also Theater ist ja der Ort, wo alle Kunstformen zusammenkommen.

00:07:47: Deswegen liebe ich das so, weil ich bin kein... Ich sage auch immer, ich sag nicht, ich bin Musiker oder ich sage nicht.

00:07:55: Ich bin Schauspieler oder sowas.

00:07:56: Ich sage immer – ich bin Künstler!

00:07:58: Das ist mein Selbstverständnis und ich schaue dann welche ästhetische Sprache ich nehme um das Bedürfnis was sich habe auszudrücken.

00:08:09: Ich finde das Tolle im Theater ist, dass da alles zusammenkommt.

00:08:11: Also du gestaltest Räume, du arbeitest mit Text... Alles hat Rhythmus und Farben und Lautstärken und Licht!

00:08:20: Und ich meine, du kennst das?

00:08:21: Du weißt, wovon ich spreche.

00:08:23: Voll!

00:08:23: Das ist mir aufgefallen als ich deine Platte gehört habe.

00:08:28: Dass du ... also erst hab' ich so von der Produktion her gedacht, so ah, alles klar, es ist ... ich find's ja sehr zeitlos aber trotzdem hat es mich sofort an Bilderbuch erinnert Weil auch du schaffst eine eigene Sprache zu haben.

00:08:45: Das höre ich sofort!

00:08:47: Man hört sofort, da ist ein Mensch der seine eigene Kunstsprache kreiert und dann hockt es mich weil ich das interessant finde und wissen will was wir mir die Person eigentlich erzählen mit ihrer Art Worte aneinander zu rein und Bilder zu kreieren.

00:09:05: Das fand ich schon fantastisch.

00:09:07: Und dann dazu halt auch noch diese Form von... Ich mach nicht nur Musik, sondern ich bin was du schon sagst.

00:09:16: Ich bin deine Kunstperson und ich kleide mich, ich schminke mich.

00:09:22: Diese Zusammenstellung von Farben finde ich halt cool.

00:09:26: also dass du so blau mit weiß und silber kreierst sieht alles sehr, sehr ästhetisch aus.

00:09:31: Wollen wir es so sagen?

00:09:32: Es ist ein Lob!

00:09:34: Ja, danke viel.

00:09:36: Vielen Dank schön dass du das so

00:09:37: sagst.

00:09:38: Und dann sind wir schon wieder bei der Frage es kommt aus mir heraus oder ist es durchdacht?

00:09:50: Letzten Endes ist es beides im Idealfall.

00:09:52: oder also der Impuls ist glaube ich von innen.

00:09:55: und dadurch dass sich viel auch als Regisseur oder Dramaturk oder irgendwas in die Richtung arbeite habe ich immer auch die Draufsicht

00:10:07: Was du auch machst, du bist auch zwischendurch mal Regie und Dramaturg.

00:10:13: Eigentlich alle Positionen die du aus dem Theater kennst, die habe ich irgendwann schonmal... ...ausgeführt.

00:10:20: Du bist ja Bremer!

00:10:22: Warst du schon immer Bremer?

00:10:22: Ich bin Wahlbremer seit...

00:10:24: ...wahlbremer!

00:10:24: Seit... ...sind

00:10:25: im Jahr... ...Zweifel.

00:10:26: Seit... ....Zwei-Tausend-Fünf.

00:10:27: Ich komme ursprünglich vom Rhein aus Koblenz.

00:10:30: Okay was hat dich nach Bremen gezogen?

00:10:35: Der Wunsch nach einer mittelgroßen Stadt größer als eine provinzielle kleine Großstadt, wie ich das von Koblenz und meinem Studienort Hildesheim kannte.

00:10:48: Und der Wunsche aber auch nach einer gewissen Überschaubarkeit... ...und deswegen bin ich nicht in Berlin oder in Hamburg gelandet oder auch nicht in Köln.

00:10:54: Was hast du studiert?

00:10:57: Kulturwissenschaften- und ästhetische Praxis heißt der Studiengang ist sehr besonders.

00:11:01: Dann gibt es den Hildessein bei Hannover Und es klingt jetzt sehr theoretisch, aber du studierst sehr praktisch alle Künste.

00:11:10: Also ich hab Musikstudiert, Theater, Literatur, Medien... Ich habe Filme gemacht und geschnitten, habe kreatives Schreiben studiert hatte Unterricht an zwei Musikinstrumenten weil Musik mein Hauptfach war.

00:11:22: Ich hätte auch im Bereich bildende Kunst arbeiten können in Ateliers.

00:11:25: Es ist ein toller Studiengang, sehr besonders!

00:11:32: Deshalb, was ich schon gesagt habe als ihr gekommen ist.

00:11:35: Als Hamburger hat man mal so diese Arroganz des Hambuggers der auf Bremen runter guckt und von unten ... Nee, von unten gesagt schon!

00:11:43: Von oben dieses Bremer.

00:11:46: Also super.

00:11:47: Kommt beim Leben an die alternativen Hippies.

00:11:51: Ja genau.

00:11:54: Wo hast du in Bremen dein Zuhause gefunden?

00:11:59: Du meinst

00:11:59: örtlich?

00:12:01: Ja.

00:12:02: Nicht nur örtlig, eigentlich eher das Zuhause gefunden... Irgendwann wird die Stadt dadurch einzuhausen weil man Safe Space findet wo man sich einklingen kann.

00:12:14: Habe ich wieder sehr geil rübergeleitet von einem Song von dir.

00:12:18: Das habe ich mir nicht notiert!

00:12:19: Sehr elegant

00:12:22: Was für ein Safe Space hattest du zuerst in Bremen gehabt?

00:12:29: Ich meine, der wichtigste Safe Space und es passt auch wieder zum Song ist einfach meine Partnerin erst mal.

00:12:38: Und dadurch vielleicht erstmal die Wohnung oder alle Orte, die ich auch zusammen mit meiner Partnerin betreten kann weil wir uns gegenseitig Sicherheit geben.

00:12:53: Ansonsten habe in den letzten zwanzig Jahren Bremen Echt ganz gut kennengelernt aus verschiedenen Perspektiven, was Kunst und Kultur angeht.

00:13:06: Also Theater- und Musikszene, Kunstszene im Allgemeinen... Was die letzten Jahre total wichtig war ist alternative Fußballkultur, die wir in Breben haben.

00:13:18: Wilde Liga heißt das...

00:13:20: Herr Wissen, die Wilde Lieger?

00:13:22: Wilde League ist ein Zusammenschluss von alternativen Fußballmannschaften abseits vom Vereinswesen Die selbstorganisierten Liga ausspielen.

00:13:33: Habt ihr hier in Hamburg bestimmt auch, oder?

00:13:35: Habe ich noch nie was von gehört.

00:13:36: Nee,

00:13:36: gibt's bestimmt!

00:13:38: Und da spielst du Fußball?

00:13:39: Spiele

00:13:39: ich Fußball genau.

00:13:40: Torwart?

00:13:41: Nee... Am liebsten Sechser.

00:13:45: Sechsern

00:13:45: ja gut.

00:13:46: Aber inzwischen weil andere das inzwischen mit mehr Kondition machen können und mit mehr Kraft bin ich jetzt eher auf der außenverteidiger Position.

00:13:56: Da ist es wieder, das blöde Alter.

00:13:57: Ja genau!

00:13:58: Ist

00:13:58: ärgerlich oder?

00:13:59: So dass man so manche... ja ich finde manche gibt's Situationen wo man ein das Alter direkt ins Gesicht geklatscht bekommt und ich find auch gar nicht mal in der Kunst.

00:14:10: aber gerade da ich Fußball aufgehört habe wegen der Musik super lange wie jeder findet auf einem sehr hohen Niveau gespielt haben Und mir dann die Spiele der deutschen Nationalmannschaft oder generell halt die WL-Mann gucke und einfach denke krass, der ist vier Jahre jünger als ich.

00:14:36: Das würde dann heißen Ich hätte maximal vor fünf Jahren hatte ich meine Karriere beendet.

00:14:42: Hey crazy!

00:14:43: Also das seit dieser Dass dieser Weg irgendwie, das könnte ich ... Wenn ich wollte, könnte ich noch mal zum FC St.

00:14:50: Pauli gehen?

00:14:51: Dass das schon lange vorbei ist!

00:14:52: Genau,

00:14:53: das Werder-Beispiel dazu ist Claudio Pizarro der mit vierzig auch noch für Werder gespielt hat so und ähm...

00:15:00: Den kannst du wahrscheinlich ja immer noch anrufen und sagen, Claudio wir brauchen doch jemanden für die letzten fünf Minuten um ein Tor zu schießen und er wird auf jeden

00:15:05: Fall fliegen.

00:15:06: Komm vorbei, es steht nur eins, eins, wir brauchen die drei Punkte.

00:15:09: Komm

00:15:09: vorbei, gar kein Problem.

00:15:13: Ja genau, an so Leuten sieht man die ihr Leben dem Leistungssport gewidmet haben, dass es natürlich noch möglich ist auch mit einer Vier vorne noch sportlich voll vorne dabei zu sein.

00:15:26: Aber bei mir halt nicht.

00:15:28: Du hast ja im Ding schon gesagt, dass du dich als Künstler bezeichnest und nicht als Schauspieler, Regisseur, Musiker, das es keine Schublade gibt, dass man alles hört sich so doof an, ein bisschen macht Ist so und ich kann mich damit sehr gut identifizieren, weil ich bin kein Podcaster.

00:15:51: Ich bin nicht nur Musiker oder Regisseur oder Schauspieler oder lebe man irgendetwas sondern auch bei mir steht beim Finanzamt Freiberuflicher Künstler.

00:16:01: Genau.

00:16:01: Also bestimmt auch.

00:16:04: Ergast du dich manchmal darüber dass du keine Sparte mit hundert Prozent anfest?

00:16:13: Und da durchziehst?

00:16:15: oder vielleicht auch, dass du... Dass der vergangene Felix nicht gesagt hat okay ich bleib jetzt in dieser Sparte und legt da meine hundert Prozent rein.

00:16:24: Oder ist es für dich eher ein Mehrgewinn zu sagen nee ich mach alles irgendwie ein bisschen?

00:16:30: Ja und irgendwie ein bißchen klingt gerade schon wieder so'n bisschen despektierlich.

00:16:33: Sollte gar nicht so runtergezogen sein.

00:16:36: aber ähm ärgert sich.

00:16:40: Ich ärger mich manchmal wenn ich merke ich komme relativ schnell an meine Limits.

00:16:45: Andererseits...

00:16:46: Was würdest du als Limit bezeichnen?

00:16:49: Ganz blödes Beispiel.

00:16:50: Ich spiele ganz gut Gitarre, ihr Gitarren.

00:16:52: Das ist das Musikinstrument was ich am besten beherrsche.

00:16:55: und trotzdem merke ich dann natürlich irgendwann, oha hättest du damals früher in der Ausbildung so ein bisschen bisschen tiefer geforscht, oder hättest du dir die Harmonien oder die Kadenzen noch mal intensiver angeschaut?

00:17:09: Oder hättste immer besser solieren gelernt oder sowas.

00:17:12: Dann könntest du jetzt auf einem anderen Niveau-Gitarre spielen, auf einem noch professionelleren Niveaux und so.

00:17:16: Andererseits glaube ich auch dass alle so denken also auch... Ich weiß nicht Pat Metheny, toller Jazzgitarist oder so der wird sicher auch an seine Limits stoßen und denken oh hätte ich mal damals die und die Skala noch intensiver!

00:17:29: geübt oder irgendwas.

00:17:30: Das ist nur ein Beispiel aus der Musik, so als Instrumentalist.

00:17:34: und aber im letzten Endes ist es das was mir gerecht wird.

00:17:42: also ich hätte es ja anders gemacht wenn mein Bedürfnis anders gewesen wäre.

00:17:47: Ich würde jetzt nicht sagen ich war zu faul für irgendetwas oder so Oder ich hatte zu wenig Fähigkeit zur Fokus- oder zur Konzentration auf das Wesentliche Sondern... immer entsprochen.

00:18:01: Ich glaube, das ist eine Frage von Neugier.

00:18:04: also ich war dann relativ schnell auch ja von einem Bereich oder einem Instrument oder einer Kunstform dann auch irgendwie gelangweilt und habe da neugierig auf eine andere geschaut und geguckt hey was ist denn da?

00:18:17: Und was hatten das mit dem zu tun was du gerne machst und probiert doch damals etwas aus?

00:18:22: Also wenn man es so sieht wurde es mit zum einen gerecht Ja, eine große Bereicherung, weil man in so viele Bereiche eintauchen kann.

00:18:33: Vielleicht nicht ganz so tief wie die Spezialisten?

00:18:36: Oder was denkst du?

00:18:37: Ich wollte dich gerade fragen, glaubst du an Schicksal?

00:18:45: Also Schicksale... Sagen wir mal so, bei mir ist es glaube ich so, ich akzeptiere relativ schnell das, was kommt oder was gekommen ist als ja, so ist es halt!

00:19:03: Oder so ist's halt geworden und stelle das nicht so infrage.

00:19:06: jetzt Schicksales An Schicksal glauben im Sinne von fatalistisch, also dass ich denke man kann da eh nichts ändern.

00:19:12: Deswegen brauche ich dann nichts zu tun so nicht.

00:19:16: Aber so eine Akzeptanz für Wege die ich oder die die Welt gegangen ist und damit umgehen müssen vielleicht so?

00:19:28: Umgehen müssen... Wie gehst du mit Verlust um?

00:19:40: Kann ich glaube ich ganz gut.

00:19:44: Glaubst du einen wenn wir Wir gehen kurz ein bisschen deeper, ja.

00:19:47: Können

00:19:48: wir machen?

00:19:48: Da gibt es so einen einschneidendes Erlebnis für mich.

00:19:51: Meine Mutter ist relativ früh gestorben da war ich fünfzehn Jahre alt und ich mein fünfzehnt ist ein besonderer Punkt im Leben und weil die Pubertät steht an man wird erwachsen und ich musste auf einmal damit umgehen sodass das ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben nicht mehr da ist.

00:20:19: Ich hab das irgendwie geschafft, positiv zu bleiben und einen guten Umgang damit zu finden.

00:20:27: Und habe mir davon auch die Freude am Leben vor allem in dem Moment wo man das Leben ja nochmal neu entdeckt weil man nochmal seine Identität neu entdenkt oder herausbildet so in der Jugend.

00:20:43: Habt mir da den Drive oder die Freute davon nicht nehmen lassen.

00:20:51: Das ist für mich so eine Schlüsselerfahrung mit Verlust umzugehen.

00:21:04: Ich will sagen, das ist jetzt ein bisschen sehr groß formuliert aber ich habe da irgendwie gelernt dass der Tod zum Leben dazugehört und...

00:21:17: Das ist auf jeden Fall kein Euro fürs Rasenschwein.

00:21:24: leicht gerne abtunen kann, weil man sich ja... Man beschäftigt sich ja nicht gerne damit.

00:21:29: Also ich musste vor zwei Tagen noch an eine fantastische Lehrerin denken, Frau Altzentner.

00:21:37: die hatte ich in der zehnten Klasse und ich bin jetzt in ihrem Alter und wir hatten da hier siehst du auch Werte und Normen Und da hat man halt über Werte und Norm gesprochen, und da war auch das Thema Tod.

00:21:53: Da hat sie ja auch gefragt, na wer hat Angst vorm Tod?

00:21:55: Ich steh da so warum soll ich denn Angst vom Tod haben?

00:21:58: Und sie meinte, ich hab so Angst vm Tod!

00:22:01: Also wirklich ehrlich kann... Es ist so einschneidend dass ich mich daran erinnern kann wie ich mich als fünfzehnjähriger gefühlt habe, als die das gesagt hat weil für mich ja die coole Lehrerin gewesen ist, die überhaupt keine Schwäche hat.

00:22:13: Die wunderschön ist mit allem was sie so eine krasse Ausstrahlung hat und die sagt mir halt auf einmal dass sie Angst vom Tod hat.

00:22:21: Und ich habe mich noch dran ändern müssen.

00:22:22: Hä?

00:22:23: Wieso das denn?

00:22:24: Also der Tod hört doch einfach so mit dazu.

00:22:26: aber es kann man glaube ich mit fünfzehn noch viel einfacher sagen als damit viertzig.

00:22:31: also es ja ein ständiges einen entständiger wandel und ein näherkommen vor allen Dingen halt auch anhand der Verluste, die man ja schon in diesem Leben hat aushalten müssen oder arbeiten müssen.

00:22:45: Aber jetzt sind wir bei der Arbeit.

00:22:47: Mir ist interessiert mich voll und ganz was sind deine... Du hast ja verschiedene Kunstformen wo du selber kreierst oder mit Menschen kreiersst?

00:22:59: Was sind die immer wiederkehrenden Beats Wo du merkst, jetzt wird's mein Stück.

00:23:05: Jetzt wird es mein Song!

00:23:07: Jetzt wird das eine meine Performance wo du merkest... weil ich habe das Gefühl dass einfach diese Wiederkennenbeats egal ob bei Regisseuren oder beim Musikern du hast immer... Du strichst nicht nach Schema F aber man hat immer so dieses.

00:23:22: was ist deine Handschrift?

00:23:27: Gute Frage also sicher Rhythmus Dinge, die ich eher alleine mache.

00:23:39: Die haben meistens irgendwie auch eine Art von Melancholie... ...die ich aber auch sehr genießen kann.

00:23:46: Also für mich ist das was Schönes diese Melancholie?

00:23:48: Aber ich denke mir, dass es betrifft auch Kamera!

00:23:51: Wenn man das hört hat, dann gibt's so einen melancholischen Grund-Vibe irgendwie.

00:23:59: Ja, was mir schon immer wieder passiert und anscheinend wichtig ist, ist so eine eigene geschlossene Welt zu schaffen.

00:24:11: einen eigenen Raum, der ja vielleicht eine Alternative zu der realen Welt ist.

00:24:17: oder ohne jetzt entfliehen zu wollen so.

00:24:20: Ich bin jetzt nicht so eskapistisch oder irgendwas aber ich glaube das ist vielleicht am ehesten diese eigenen Welten zu schaffen oder schaffen zu wollen auf jeden Fall.

00:24:31: Arbeitest du noch nach Vorbildern?

00:24:32: Hast Du Vorbilder?

00:24:35: Ja auf jeden fall.

00:24:37: Was wäre ein Vorbild für Dich als Kunstperson egal ab Regie als Musiker.

00:24:45: Also ich weiß gar nicht, ob Vorbild das richtige Wort ist so oder?

00:24:48: Dann geht es ja jetzt irgendwie nicht darum, alle Schritte zu kopieren oder nachzugehen oder so... Ich glaube was besser gesagt ist, was berührt mich und dass was mich berührt, das beeinflusst mich ja total oder das probiere ich vielleicht auch zu erreichen.

00:25:06: also was jetzt musikalisch das letzte was mich richtig berührt oder gekickt hat ist Frank Ocean.

00:25:17: Könnte man jetzt lange darüber sprechen über

00:25:19: Frank Ocean.

00:25:19: Nee, als du gerade drüber gesprochen hast musste ich an mich als Newcomer erinnern dass sich unfassbar viel kopiert habe.

00:25:31: also ich wollte immer schreiben wie Tom York Ich wollte immer diese Milakulier rausbringen.

00:25:37: Ich wollte ein Song haben der klingt als wenn er auf der nächsten Zigarossplatte ist.

00:25:41: aber ich fand auch James meiner ... von Thul mega, wie kann der diese Stimme haben?

00:25:46: Und ich wollte all das was ich damals gehört habe... ...wollte ich dass es ein Teil von mir auf der Platte ist.

00:25:54: Und dann ist das passiert.

00:25:55: und dann war's so wo sind denn die nächsten, ah!

00:25:57: Ich möchte schreiben wie Markus Wiebusch und hab dann gemerkt, dass halt von Schritt zu Schritt oder von Projekt zu Projekt die Vorbilder, die man kopiert hat immer weniger wurden Und das ganz lange, ein langer Weg oder einen langen Schritt.

00:26:17: einfach zu sagen ach krass.

00:26:18: Ich habe überhaupt gar keine Vorbilder mehr ich hab überhaupt gar nicht mehr.

00:26:22: also wenn ich ins Theater gehe dann schaue mir Sachen an und schau sie mir so auf einer ganz ekligen wie haben die das gemacht?

00:26:31: Wie haben wir das produziert?

00:26:32: Wie ist der Sound?

00:26:33: Wie is der Licht?

00:26:33: Das hätte ich anders gemacht.

00:26:37: Also...

00:26:37: Das ist ein bisschen der Wehrmutz-Troffen.

00:26:39: Wenn man selbst tief in so einer Kunstform drin ist, das fühlt sich immer nach Arbeit an.

00:26:43: Also wenn ich ins Theater gehe, es ist immer dieser analytische Blick abletzend.

00:26:46: Leider ist es ja mit Popmusik auch so geworden dann.

00:26:49: Ja!

00:26:51: Aber trotzdem ist... Und je mehr Kunstformen man denn halt schon bedient hat aus der Zeit, desto weniger kann sich der fucking Mind auf einmal drauf einlassen.

00:27:02: Das war aber schön.

00:27:05: Das hat mich jetzt aber berührt.

00:27:06: Du bist halt mit deinen Leuten unterwegs, die sind alle am Heulen und denkst einfach nur so, oh Gott dieser Sound!

00:27:12: Ja oder wenn du die Mechanismen durchschaust und weißt welchen Hebel musst du drücken damit das passiert dem maskiert das Ganze natürlich auch schade.

00:27:23: Bei euch ist irgendwie ein Theaterstück im Campnagel und die hatten eigentlich nur total tolle Idee gehabt.

00:27:28: Und zwar haben sie eine ebenden Verschiebung gehabt mit so einer Ameise, also nicht mit einem Gabelstapler sondern diese elektrische Zwischenform davon.

00:27:41: So ne Ameis wie du halt auch so einen Lager bedienen kannst und dort ist halt auch vieles passiert.

00:27:49: Man hat sich dann draufgelegt und dann gab es halt Szenen, die oben passiert sind.

00:27:52: Dann haben sie jetzt als Raumschiff genutzt und ich dachte so da sind noch zwei Schauspieler aber wahrscheinlich waren das Hands.

00:27:59: Aber die ganze Zeit immer gedacht sind das jetzt Schausspieler aus der Truppe?

00:28:02: oder ist das jetzt ein Hand von der Bühne?

00:28:04: Haben die jetzt den... Die Armeise, die ist doch nicht Teil des Stücks.

00:28:08: Das haben die doch bestimmt... Die haben doch bestimmte die Armeisen vom Kammnagel genutst.

00:28:14: Wir haben keine Ahnung, auch Millionen Bretter auf die Bühne fallen lassen.

00:28:19: Was machen sie eigentlich nachher mit den Brettern?

00:28:22: Ja genau!

00:28:24: Und schon bist du raus aus dem Kunstwerk.

00:28:25: eigentlich so, ne?

00:28:26: Du bist auf einer anderen Ebene.

00:28:28: Auf einer Meter-Ebene.

00:28:29: Richtig!

00:28:32: Ja ja passiert mir leider immer wieder... Es ist schon echt schwerer diesen Kick zu finden, den man früher ... viel öfter gefunden hat so, dass ein wirklich was kickt oder beeindruckt oder mitnimmt.

00:28:42: Aber du hast doch jetzt deinen Debüt geschrieben und das ist ja auch wirklich dein Debüt?

00:28:48: Oder hattest du schon eine andere Platte als Musiker unter anderem Namen mit Leuten rausgebracht und hast dieses Prozedere der Produktion im Studio schon mal durchlebt?

00:28:59: Das schon,

00:29:00: ja!

00:29:00: Ich

00:29:02: habe als Musikproduzent für eine Sängerin sehr intensiv ein halbes Jahr ein Album gemacht, was leider nicht rausgekommen ist oder nur auf sehr kleinem Niveau.

00:29:09: Musikproduzent ist er

00:29:12: auch!

00:29:14: Tatsächlich ja... Auch für Kamera bin ich mein eigener Musik-Produzent.

00:29:19: also der ganze Prozess im Studio und das mache ich komplett alleine.

00:29:23: Bist

00:29:23: du in den Studio gegangen?

00:29:24: Oder hast du denn den Schlafzimmer genutzt?

00:29:26: Ich hab mein eigenes Studio.

00:29:27: Also ich hab einen eigenen Raum ... professionelles Studium.

00:29:30: Im Drehen.

00:29:30: kann man sich das halt noch leisten?

00:29:32: Das stimmt, ich hatte ein bisschen Glück diesen Ort zu finden.

00:29:35: Ah krass!

00:29:36: Weil ich wollte nämlich gerade drauf hinaus... ... dass es ja auch so eine Magic ist wenn man das erste Mal... ...wenn man's vorher noch nicht hatte einfach in einem Studio ist mit einem wirklichen Produzenten... ...so ging's

00:29:47: mir halt

00:29:48: und dass du einfach dieses den Geruch der alten Zeit halt spürst.

00:29:52: welche Bands haben hier schon überall aufgenommen und das ist auf einmal so eine Magie kreiert Und da ist er auf einmal sein eigener Produzent.

00:29:58: Ja, aber erst geworden natürlich auch weil ich diese Magie mitbekommen habe damals so mit meiner allerersten Band.

00:30:02: es war total faszinierend in Studio zu gehen und dann diese geilen Analogpulte zu sehen und sowas.

00:30:08: das war bei mir dann... man war das Mitte der Neunziger, Mitte Ende der Neunsiger oder so wo das zum ersten mal auf ein professionelles oder halbwegs professionelles Level kam.

00:30:17: Ich fand nicht eine geile Welt dieses Studiowelt mit der Band dahin zu nehmen.

00:30:20: und so ja klar.

00:30:22: Wie lange hast du gearbeitet an dem Album?

00:30:27: Das war nicht kontinuierlich.

00:30:28: Also es gab jetzt nicht dieses, man geht ein halbes Jahr ins Studio und dann kommt das raus sich.

00:30:32: Es wäre ja auch gar nicht möglich weil ich muss ja auch noch Geld verdienen nebenher.

00:30:37: Du weißt Bescheid!

00:30:39: Ich weiß Bescheide

00:30:41: Und der ganze Prozess also die ich glaube die älteste Ton den du da rauf hörst ist bestimmt schon drei Jahre alt oder so?

00:30:51: Und dass es eine Sammlung von Songs die in den letzten drei Jahren entstanden sind ... und nicht nur Songs, sondern auch Produktionen.

00:30:59: Die in den letzten drei Jahren entstanden sind würde ich sagen.

00:31:02: Okay... Aber es ist ja... Hört sich so doof an aber niemand wartet auf das Debütalbum.

00:31:07: also man hat ja so viel Zeit... Wenn du hast ein ganzes Leben Zeit für das erste Album?

00:31:13: So ist es genau!

00:31:15: Und mir war total wichtig... Ja... Also ich hatte gar keinen Zeitdruck im Sinne von Ich muss nichts rausbringen... Von dem ich nicht überzeugt bin oder...?

00:31:29: von dem ich denke, das ist nicht fertig.

00:31:32: Das führt natürlich auch dazu dass der Prozess lange dauert weil bis man sein eigenes oder den Wunsch oder den Anspruch ans eigene Level erreicht hat es einfach auch dauert.

00:31:47: Man muss einfach Zeit investieren und ausprobieren und arbeiten und so.

00:31:51: aber dafür konnte ich mir die Zeit nehmen.

00:31:54: Ist das für dich?

00:31:56: Oder für die anderen.

00:32:01: Ja, ich habe mir da öfter schon Gedanken darüber gemacht oder ich wurde das sicher auch schon mal gefragt und ich glaube die Antwort ist es natürlich für die Anderen weil Kunst ist immer Kommunikation und Kommunikations alleine nur mit sich selbst die führt nicht so weit, deswegen dass es auf jeden Fall für die andern.

00:32:22: aber das ist praktisch mein Kommunikrationsangebot.

00:32:27: und dann schaue ich was kommt da zurück?

00:32:29: Auch im Prozess natürlich.

00:32:31: Da ist ja schon viel, in dem was jetzt da so fertig klingt... ...ist ja im Vorfeld schon viel Dialog drin!

00:32:37: Bei Konzerten probiert man was aus oder man spielt jemandem etwas vor.

00:32:40: Teilweise tatsächlich auch in meiner Arbeit dann allein im Studio und Dialog mit mir selbst?

00:32:44: Das

00:32:45: wäre nämlich meine nächste Frage gewesen.

00:32:47: Wer sagt dir denn auch mal du das ist

00:32:50: scheiße?!

00:32:53: Ja das sagt vor allem ich mir selbst tatsächlich erst einmal so.

00:32:59: Das ist auch ein Grund, warum das so lange dauert.

00:33:00: Weil dafür muss ich es erst mal liegen lassen und dann hört man sich das oder guckt man sich dass man... Auch vielleicht ein paar Wochen später mal an?

00:33:08: Und wenn ich da noch denke, ja, nee!

00:33:11: Da kannst du drauf aufbauen.

00:33:13: Dann kann man weitermachen.

00:33:14: Wie

00:33:14: siehst Du ähm.. Ähm.. Jaa, auch irgendwie lang weil ich das darüber spreche als ganz neu wäre.

00:33:21: aber wie siehst du KI als ähm.... Als zweite Person, wie es ja auch nicht nennt.

00:33:28: Aber als Impulsgeber von der anderen Seite, wenn man niemanden hat, der einen Impuls geben kann?

00:33:36: Ich hab das selbst so noch nicht ausprobiert beziehungsweise... Wenn dann habe ich das eher ganz zielstrebig genutzt um Dinge zu kreieren oder um Dinge auf dem ästhetischen Sinne auszuprobieren.

00:33:50: Ich habe es jetzt noch nicht als Gegenüber benutzt für Korrekturschleifen oder sowas.

00:33:56: Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die Autorin ist und die jetzt total dankbar war ihre Kapitel einmal praktisch von der KI ich weiß gar nicht mehr welche sie benutzt hat Feedbacken zu lassen und die das sehr weiter gebracht hat einfach genau deswegen weil sie als Autor in eigentlich alleine ist oder die Lektoren nicht ständig zur Verfügung steht vom Verlag Und sie meinte, das wäre für Sie eine tolle Erfahrung gewesen mit der KI als Gesprächspartnerin.

00:34:27: Das zu machen so.

00:34:31: Aus der Erfahrungen aus finde ich auch... Als dieses letzte musikalische Projekt habe ich sozusagen Feedbacken lassen.

00:34:40: Na Feedbacke nicht!

00:34:43: Mir fehlt halt wenn man im Schreibfluss ist und man findet jetzt das nächste Bild nicht.

00:34:54: Und gerade als Chatty, wie ich es liebevoll nenne.

00:34:57: Chatty noch ganz... ...noch ganz frisch und ganz neu war also so zwei zwanzig, drehnzwanzig vierundzwanzzig.

00:35:02: Habe ich's ultra genossen halt den Text reinzugeben und mir auch gar keine Gedanken über Datenschutz Erklärung und sowas gemacht um neues Bild zu bekommen was ich scheiße finde um wieder ein neues Bild to entwerfen.

00:35:15: Also alles was die KI mir gegeben hat war so'n Momentum von Ja, ist ganz cool was du sagst.

00:35:23: Aber warte mal ich mach was anderes draus.

00:35:25: das finde ich besser.

00:35:27: und dann musste ich mich hinterfragen Ist es auch so bei Kritik von anderen Menschen dass sich genauso agiere?

00:35:32: die menschen kommen an und sagen Du hast nicht mehr überlegt das so zu machen.

00:35:36: denn würde ich sagen ja ist eine coole Idee von dir das aber Warte mal Ich mache noch mal etwas anderes daraus.

00:35:45: Das man sich dann auf einmal widerspiegelt oder denkt Oh Gott!

00:35:49: Du bist voll das Arschloch Du nimmst überhaupt gar nichts an.

00:35:54: Du nommst nicht Kritik von einer anderen Person an, du sagst, hat er noch mal was?

00:35:58: Okay, wenn das, was dir gerade von mir nicht gefällt und du willst lieber das machen, was du grade sagst ... Dann baue ich lieber meinst nochmal um, um deins damit reinzupacken!

00:36:08: Aber ich wirst den noch einmal vermischen.

00:36:12: Also...

00:36:14: Ja, aber ist ja auch geil.

00:36:15: Das ist dann vielleicht das Rebellische so ... Ey, warte mal, ich mach's nicht so wie du sag's.

00:36:19: Ich find' meinen eigenen Weg.

00:36:20: Das ist schon noch cool.

00:36:23: Ich weiß, ich kann dazu nochmal sagen um nochmal zu Kamera zurückzukommen und ich probiere tatsächlich und auch nochmal die Brücke zu den Vorbildern zur Vorbilderfrage zu bauen.

00:36:36: Ich probier tatsächlich mich vor der Produktion auf jeden Fall echt nochmal komplett frei zu machen und immer wieder bei Null anzufangen.

00:36:45: Ich habe jetzt selten eine Vorbildproduktion.

00:36:48: Ich kann das auch anders so, wenn ich als Musikproduzent für eine Künstlerin zum Beispiel arbeite.

00:36:55: Dann frage ich manchmal ganz bewusst, hey hast du ein Lied im Kopf?

00:36:58: Einfach damit man sich abgleicht und versteht wo will die andere Person hin?

00:37:03: aber für mich selbst als Kamera probiere ich mich davon echt soweit es geht auf jeden Fall frei zu machen und echt nochmal neu zu forschen.

00:37:11: und nehme mir einen Synthesizer und guck mal was kommt mir von Klang raus und welches Gefühl entwickel ich dazu?

00:37:18: Ja.

00:37:20: Aber dein Album heißt der Cyborg Love und dann würde mir als erstes der Gedanke kommen, dass das auch bedeutet, dass halt auch sehr viel Impuls von einer Maschine da ist?

00:37:36: Das stimmt die Maschine kann natürlich.

00:37:38: jetzt wenn die Maschine der Synthesizer zum Beispiel ist, ist sie der Gesprächspartner.

00:37:46: also

00:37:48: sitze ich nachts um zwölf Uhr in meinem Studio ... und rede

00:37:51: mit meinem Synthesizer.

00:37:52: Wenn

00:37:52: mein Mock redet, dann stecke ich ein paar Kabel um... Ah genau!

00:37:57: Nein so ist es nicht.

00:37:58: aber das ist ja das Tolle dass die Geräte dann so einen Eigenleben auch haben ne?

00:38:03: Auf jeden Fall die älteren, die Analogen-Synthesiser oder so.

00:38:07: Die reagieren ja auf Temperatur Und du bedienst dann irgendeinen Knopf und weißt gar nicht was du da eigentlich machst.

00:38:12: Dann entwickelt sich etwas anderes und dann kommt irgendwas raus Was dich halt voll kickt oder voll berührt und dann denkst du wow Da machst du was mit.

00:38:20: Bist du so ein Nerd, der morgens auf dem Flohmarkt geht und in der Hoffnung, dass er ein altes Musikinstrument aus den Achtzigerjahren findet?

00:38:28: Hast du einen Sammelsorium an Synthesisern bei dir im Studio?

00:38:33: Ich bin immer kurz vor diesem Nerd-Tum tatsächlich bei ganz vielen Dingen auch was das angeht.

00:38:38: Also ich bin nicht wirklich so'n Musikinstrumental Nerd.

00:38:41: Okay!

00:38:48: Ich bin auch kein Flohmarkt-Typ, muss ich sagen.

00:38:51: Echt nicht?

00:38:51: Nein!

00:38:51: Ah, ihr habt ein Bremen so gute Flohmärkte.

00:38:54: Ja...ich weiß nicht mehr, das ist meistens zu tobelig ehrlich gesagt.

00:38:57: Und

00:38:58: Menschen?

00:38:58: Nein?

00:38:59: Ja, Menschen schon, aber...

00:39:01: Handelst du oder handelt...?

00:39:02: Nee, ich meine, du gehst ja nicht mal auf den Flohmakt.

00:39:05: Ja, ist nicht so mein Ding Ich bin noch nicht...widerspricht sich jetzt so'n bisschen.

00:39:09: Aber die Dinge Ich muss dich schon bewusst brauchen.

00:39:20: Also auf Flohmarkt gehst du ja vor allem so oder gehst, stell das rüber und hast eigentlich gar kein Ziel und dein Entdeckste war es.

00:39:25: Und findest ist toll und verliebt sich so kurz und willst es dann haben?

00:39:30: Vielleicht wird's auch handeln?

00:39:31: geil keine Ahnung.

00:39:33: Ich denke halt immer mit Flohmark immer ich finde es nicht.

00:39:37: Es findet mich!

00:39:37: Ja genau, genau.

00:39:41: Warum brauche ich ein überdimensional großes Espresso-Martini-Glas?

00:39:44: Ja.

00:39:45: Wo im Prinzip halt eine Flasche Sekt und eine Flrasche Martin einpasst, weil es das will, dass ich das will?

00:39:53: Ja genau!

00:39:56: Ich bin immer ganz froh wenn ich keine Dinge brauche ehrlich gesagt.

00:39:59: Das klingt jetzt so antimaterialistisch, ich bin nicht super anti-consum oder irgendwas.

00:40:03: So wie ich bin, das will ich damit gar nicht sagen.

00:40:06: Ich bin mal froh, wenn ich nichts brauche.

00:40:08: Ich shoppe auch total ungern Klamotten.

00:40:13: Okay... Wie würde denn Umzug bei dir aussehen?

00:40:18: Ist viel da, was man rausholen kann.

00:40:20: Machst du so etwas noch mit einem Umzugsunternehmen oder komm dann Freunde vorbei weil die Wissen im Prinzip nur einen Kleiderschrank und ein Palettenbett hat.

00:40:27: sich schon viel angesammelt ist aber in meinem Fall auch wegen Familie.

00:40:31: Weil es wäre ein Umzug zu viert.

00:40:34: Ein umzug zuviert.

00:40:39: Und dann sind wir wieder.

00:40:40: ich stelle mir die Frage Künstler zu sein Was natürlich wahrscheinlich, weil ich habe keine Familie und keine Kinder.

00:40:51: Ist das auch immer ein ständiges?

00:40:53: Ich bin Künstler und ich werde Künstl bleiben.

00:40:57: also dass man sich das nicht erlauben muss ist denn das richtige Wort dafür Dass man sich als Familienvater immer wieder resetten muss um sagen ich bin ein Künstlerin schaffe das Ich werde jetzt nicht mein Lebensweg ändern, nur weil...

00:41:18: Also spielst du auf die finanzielle Verantwortung für die Familie an?

00:41:21: Ich glaube

00:41:21: es ist noch nicht mehr das Finanzielle.

00:41:23: Es ist ja auch Zeit!

00:41:25: Ja also letzten Endes hat mir die Struktur, die Familie und vor allem Kinder verlangt oder verlangen, hat mir total geholfen mich nichts zu verlieren.

00:41:43: Die Gefahr Wenn du komplett frei bist, oder schlägst dir die Nächte um die Ohren und keine Ahnung findest kein Ende.

00:41:50: Oder weißt du was ich meine?

00:41:53: Ich könnte wissen, was du meinst!

00:41:55: Und ähm... ...ich weiß aber dass mir das nicht so gut tut.

00:41:59: gesundheitlich.

00:42:00: Also von meinem Biorhythmus oder vom Dass ich mich gesund fühle ist es für mich gut eine klare Struktur zu haben einfach.

00:42:09: Da hat mir die Familie sehr geholfen weil sie mich dazu zwingt.

00:42:15: Sich aufs Wesentliche zu beschränken

00:42:19: gar nicht so im Sinne von du musst deine Arbeit jetzt bis siebzehn Uhr schaffen oder bis dreizehn Uhr, weil dann musst du das Kind vom Kindergarten abholen etc.

00:42:26: Oder sowas.

00:42:34: Naja einfach sich nicht zu komplett zu verausgaben.

00:42:40: So wenn Kunst schaffen kann ja sehr selbst ausbeuterisch sein.

00:42:47: Ja?

00:42:49: Sind deine... also jetzt gehen wir schon wieder etwas in private rein und ich versuch das ein bisschen zu ein bisschen von oben zu betrachten, haben deine Kids schon Kamera gesehen und sind sich schon so alt zu realisieren was da gerade passiert.

00:43:08: Und können sie schon einen Impuls- und Feedback geben?

00:43:11: Und wenn ja... Was passiert

00:43:13: da?!

00:43:13: Meine

00:43:14: Tochter sehr!

00:43:14: Meine Tocher ist grad schon ausgezogen zum Studieren.

00:43:19: Cool!

00:43:22: Die ist zum Beispiel im Musikvideo zu Softness nicht in Gänze zu sehen, aber ihre Hände sind zu sehen.

00:43:30: Das heißt, sie hat mir auch wirklich geholfen bei der künstlerischen Produktion.

00:43:36: Für meinen Sohn ist es schon ne ersten Woche ein bisschen jünger und dass das für ihn befremdlich ist seinen Papa so zu sehen weil also als Kamera auf der Bühne oder auch in Videos oder auf Fotos Weil das schon auch anders ist als den Felix, den er aus dem Alltag kennt.

00:43:56: Das findet er befremdlich.

00:43:59: Was heißt befremdlich?

00:44:00: Also dass er es nicht einordnen kann, dass du da eine Kunstperson bist?

00:44:07: Ich glaube, das kann er weil er kennt mich ja auch als Schauspieler.

00:44:11: Auch aus Kinderteaterstücken hat er ganz viele gesehen.

00:44:16: Das Besondere bei Kamera ist, dass die Grenzen sehr viel mehr verschwimmen zwischen der Privaten und Das ist in der privaten Person und der Figur.

00:44:24: Und dann, es ist natürlich herausfordernd für ein Kind mit der ... Ja ich nenne das jetzt mal Androgynität oder... Ich glaube Kamera ist schon Musik eher für einen ... Ja klingt so blöd also nicht Musik für Erwachsene wollte ich gerade sagen.

00:44:42: Es klingt zu doof jetzt.

00:44:44: Ob das nur für ältere Menschen wäre?

00:44:45: Aber ich glaub, ich weiß nicht.

00:44:49: auf jeden Fall wenn ich meinen Sohn anschaue, Ja, für ihn ist es nichts.

00:44:55: Und wie ist das für deine Tochter?

00:44:59: Wenn du sagst, die ist ja wahrscheinlich schon in ihren Zwanzigern.

00:45:05: Kurz bei ihren zwanzigeren.

00:45:09: Man hat auf einmal so einen noch nicht kompletten Menschen.

00:45:13: vor allem aber wir haben ja auch über... Wie is man mit fünfzehn Pubertät-Revolution?

00:45:20: Ich hab das Gefühl, dass man so ab neunzehntzwanzig da ein bisschen später irgendwann zu seinen Eltern kommt und wieder Frieden schließt.

00:45:31: Ist das... pushst die dich auch?

00:45:37: Im positiven Sinne?

00:45:39: Ich finde was total hilft unabhängig von meiner Tochter ist der Kontakt zu einer jüngeren Generation da in Kontakt zu bleiben.

00:45:47: Einfach um wach und frisch zu bleiben im Kopf und neue Einflüsse aufzusaugen.

00:45:55: Die Werte, das Vokabular, die Ästhetik war auch die Frische und das finde ich grundsätzlich wichtig.

00:46:04: Wie bleibst du mit einer jüngeren... Das interessiert mich wirklich!

00:46:07: Wie bleipste mit der jüngere Generation in Kontakt?

00:46:10: Also tatsächlich über meine Kinder.

00:46:12: Ja.

00:46:13: Und deren Freundeskreise.

00:46:16: Und bei mir auch die letzten Jahre ... Ich habe ganz viele Kinder- und Jugendtheatergruppen angeleitet, viel fürs prima Theater zum Beispiel.

00:46:26: Und da bleibe ich ja sehr intensiv in Kontakt mit dieser Altersgruppe weil wir uns mit ihren Themen beschäftigen.

00:46:34: Stückeentwicklungen in Jugendklubs wie das oft an Stadttheatern heißt oder überhaupt an Theater heißt die gehen ja viel von den Wünschen und Bedürfnissen und Biografien der Spielen auf der Bühne aus.

00:46:50: Das heißt, da ist man sehr eng verbunden mit dem ... was die jungen Menschen gerade beschäftigt.

00:46:59: Mit den jungen?

00:47:00: Oh Gott!

00:47:01: Jetzt klick ich schon voll wieder.

00:47:02: Ich hab... Alter.

00:47:05: Hast du grade gehört, ne?

00:47:06: Ja, ich weiß.

00:47:07: In dem Moment, wo ich es im Kopf vorformuliert hatte, dachte ich, jetzt sag's nicht, aber mir ist nix Besseres gefallen.

00:47:14: Hast Du manchmal das Gefühl, dass du wokular bist?

00:47:18: Vokula!

00:47:20: Das Wort heißt vokula.

00:47:22: Dass du das Vokabular der Kids halt aufsaugst und Sachen halt sagst, wie du sie normalerweise nicht im Alltag sagen willst?

00:47:30: Guck mal

00:47:30: ich finde dass ist ein wichtiger Punkt.

00:47:32: wenn du mich jetzt zu sprechen hörst so'n Name mit zwanzig hätte ich echt anders gesprochen viel mehr Jugend mit Jugendsprache versetzt und sowas Und Ich habe mir das glaube ich so ein bisschen abgewöhnt.

00:47:43: einfach Da zeigt es sich, glaube ich so.

00:47:47: Ich denke, ne, ich bin das nicht mehr.

00:47:50: Weil wenn ich die aktuelle Jugendsprache annehmen würde ...

00:47:56: Und gerade in dem Moment, wo du

00:47:57: schon gesagt hast?

00:47:57: Ja, wo ich schon sage ist wieder cringe.

00:47:59: Auf jeden Fall!

00:48:03: Wenn meine alte Jugendssprache weitersprechen würde...

00:48:08: Ich habe das Gefühl dass wir eigentlich nicht eine wirkliche Jugendsprache gehabt haben.

00:48:17: Ich war ja Rapper in meinen zwanzigern.

00:48:20: Das

00:48:21: war schon ...

00:48:22: Warst du Straßengrapper?

00:48:23: Nee, nee, nee!

00:48:25: Ich war immer Rapper mit Abitur.

00:48:30: Ja genau, na klar.

00:48:31: Der ist aber okay.

00:48:37: Und grade wo du das gesagt hast, die alte Jugendsprache.

00:48:43: Ich kann mich nicht daran erinnern, eine alte Jugendsprache genutzt zu haben.

00:48:47: Meinet wegen Bullshit!

00:48:49: Ich glaube, Bullshit ist das erste Wort was mir einfallen würde... ...was in irgendeiner Form zu Hause.

00:48:58: Warum sagst du das?

00:48:59: Also Bullshit.

00:49:00: aber ich wüsste nicht wie wir gesprochen haben.

00:49:02: mehr jetzt so zwanzig Jahre, dreißig Jahre zurück

00:49:10: Ja, müsste man jetzt genau.

00:49:11: Ich kann mich auch aus dem Stegreifen nicht sagen was das jetzt so war.

00:49:15: Hast du alte Aufnahmen von dir vor?

00:49:17: Also so alte Kasettentapes wo man sich selbst aufgenommen hat, alte Videokasetten.

00:49:22: Hast Du sowas noch?

00:49:22: Genau ich musste direkt daran denken oder bin ich nämlich darüber gestolfert über wie habe ich denn damals gesprochen?

00:49:29: Das war... Wir hatten mit meiner ersten Band damals da waren wir.

00:49:33: dann Hatten wir auch, das wurde so ein bisschen professionell und hatten einen Management.

00:49:39: Und dann ... Das Management hatte das irgendwie geschafft, dass wir bei Viva-Version eingeladen waren.

00:49:44: Vielleicht erinnerst du dich diese Viva Sendung?

00:49:46: Ja!

00:49:49: Da machen wir den Newcomer des Monats...

00:49:52: Kurze Frage wie hießt ihr?

00:49:54: Du wirst es nicht kennen.

00:49:55: Sucks a Phone?

00:49:58: Kenn ich

00:49:59: nicht.

00:50:00: Das war dann auch ein bisschen so unser Höhepunkt, dieser Auftritt bei Viva-Zion.

00:50:03: Bei Mola Adebisi in der Show.

00:50:05: Aber

00:50:05: sowas von?

00:50:06: Ja

00:50:07: und meine Freunde haben das warum auch immer gefilmt als sie mir die Nachricht überbracht haben hey wir sind bei Vivo eingeladen und so.

00:50:19: und dann habe ich meine Reaktionen gesehen.

00:50:21: und da dachte ich mir so Wie hast du nur da geredet?

00:50:24: oder was hast du nicht gegeben?

00:50:27: Fand ich schon schräg, im Nachhinein das zu sehen.

00:50:30: Aber das war genau so ein Punkt wo ich dachte ja... So haben wir damals irgendwie... Also wie man jetzt so... Hey Bro!

00:50:39: Ich weiß nicht die Entsprechung dazu hab' ich damals... Ich kann's jetzt gar nie sagen was es war aber bin ich darüber gestolpert auf jeden Fall.

00:50:45: Fand es schräig.

00:50:45: Hm...

00:50:48: Ich äh... Nee nee nee Wenn wir das jetzt gerade machen, dann tauche ich viel zu sehr in meine Vergangenheit.

00:50:56: Das ist finde ich halt auch so schlimm, dass je älter man wird, desto öfter hat man so Flashbacks von Sachen die man einmal irgendwie komplett aus dem Radar gelöscht hat.

00:51:07: Also ich habe grade wieder so ein Ding gehabt wo ich gedacht habe wieso denkst du denn jetzt an folgende Situation wie du dich das erste Mal auf irgendeinem Schützenfest in einem Mädchen verliebt hast?

00:51:19: Von dem ich sogar noch den Namen weiß.

00:51:23: Mit Nachnamen, wo niemals was passiert ist außer ... Ich hab mich wie ein Junge dumm verhalten.

00:51:29: Das heißt sozusagen, ich ziehe ihr erst mal an den Haaren und dann weiß die, dass ich da bin!

00:51:33: Und dann sage ich ihrer besten Freundin, dass sie sich toll finde.

00:51:37: Dann findet sie mich halt einfach scheiße.

00:51:39: Dann sehe ich sie nochmal beim Eisfest in Neuland, wo wir alle auf dem See sind oder das ... Damit ich mich irgendwie bemerkbar mache, zieh' ich hier nochmal an den haaren.

00:51:49: Niemals was von ihr gehört, aber in meiner Fantasie waren wir eigentlich schon zusammen und ich denke einfach nicht so.

00:51:55: Wieso kommt das, dass du jetzt auf einmal noch ihren Namen weißt?

00:51:59: Wo kommen denn diese ...

00:52:01: Guck mal!

00:52:02: Jetzt geht's sofort bei mir etwas absoh.

00:52:04: Ich hab grad ein Bild vor mir im Kopf.

00:52:06: Kirmes in Koblenz im Rheinland.

00:52:09: Kermes'n

00:52:09: Koblenze ist neuer Album von Kamera.

00:52:13: Drei K. In Koblenzen von Kamera.

00:52:16: sehr gut.

00:52:16: Ja.

00:52:19: Den Namen von einem Mädchen im Kopf, zu dem ich damals irgend so was wie... Ich hatte dann ein warmes Gefühl.

00:52:24: Wenn ich an die gedacht habe und als sie mir gegenüber standen, dachte ich, das muss Liebe sein!

00:52:29: Das waren wir meine Gedanken damals.

00:52:30: Ich kann mich genau daran erinnern.

00:52:31: Da war ich noch richtig jung.

00:52:33: Aber da dachte ich gerade dran Wie ist es für dich?

00:52:38: Nimmst du dich jetzt in verschiedenen Lebensabschnitten?

00:52:42: sind das für dich verschiedene Personen?

00:52:45: oder nimmst Du Dich als eine Person wahr?

00:52:48: verstehst du was ich mein?

00:52:49: Ich nehme mich als eine Person wahr, die immer mit dem arbeitet was sie in den letzten Jahren erlebt hat.

00:52:59: Also ich glaube von dem aus also vom Anfangspunkt bis jetzt gab es immer Veränderungen auch gerade im Wertekompass.

00:53:16: dass ich in meinen dreißigern und auch mein viertziger auf einmal immer nur so neuer Einflüsse von außen oder auch von innen habe, wo sich der Wertekompass ein bisschen dreht.

00:53:28: Wo man von diesem ganzen schwarz-weiß Gedanken weg kommt und immer mehr grau Stufen sehen kann.

00:53:35: Und da du ... Ich hab das Gefühl, dass du je mehr Graustufen du eigentlich sehen kannst... So eine gewisse Form energetischer Rebellion und Wut halt auch wegbricht, weil man gelassener auf andere... Also gelassen ist vielleicht der falsche Punkt.

00:53:58: Weil man versucht irgendwie alle Graustufen noch dahinter zu sehen.

00:54:01: Und das fand ich zum Beispiel... Ich habe früher die Sachen immer sehr einfach gesehen in schwarz und weiß so.

00:54:09: Das fand ich total cool, weil es halt einfach war Und das finde ich halt, dass Blöde am Erwachsen werden.

00:54:13: Dass es dann doch nicht so einfach ist, sondern dass du diese graue Stufen betrachtest und vor allen Dingen halt auch die Verläufe siehst wo sie hingehen.

00:54:23: Gibt nicht nur die Guten oder die Bösen wie bei Star Wars.

00:54:25: Aber

00:54:25: das wäre so schön!

00:54:27: Das wär so toll!

00:54:30: Welches Welt wäre so einfach?

00:54:31: Dieses Welt wäre sehr einfach.

00:54:32: Ost und

00:54:32: West.

00:54:33: Auf der anderen Seite hilft das natürlich auch gerade beim Inszenieren... ...dass du dreidimensional denkst.

00:54:42: Das letzte künstlerische Projekt war ein Theaterstück, wo ich sehr wohl darauf geachtet habe dass es da kein Schwarz-Weiß gibt sondern das halt die unterschiedlichen Graustufen da sind damit sich auch jeder identifizieren kann.

00:54:58: ... neun Personen auf der Bühne und alle brauchen eine unterschiedliche Rolle.

00:55:04: Und schreibt die Rollen so, dass sich jede Person damit identifizieren kann... ...und das geht halt nur in Graustufen!

00:55:09: Das geht halt NUR im Punkto,... ...dass sie genauso viel Gutes wie Böses in sich tragen.... ...und genau so viele Sachen, die man sympathisch findet,... ....die einen berühren sowie etwas was vielleicht auch so sagt.

00:55:21: So oh, das finde ich aber nicht so geil weil es dann wird halt ein Mensch... ... finde ich halt drei Dolenziner.

00:55:25: Und so find' ich halt auch ein Album oder auch ein Song... ...gehe ich im Schreibprozess auch drauf ein, das fällt mir zum Beispiel auch schwierig, so Songs zu singen die zehn Jahre alt sind weil ich auf einmal merke Boah da hast du aber ein gutes schwarz-weiß Denken gehabt und ich könnte den nicht mehr so singen wie ich den damals gesungen hab egal wie viele Leute ihn halt abfeiern weil ich dann merke so ja es ist ja überhaupt gar nicht mehr.

00:55:53: Also dann singe ich den ja nur.

00:55:54: Da fühle ich aber nichts mehr bei, weil das ist nicht mehr überhaupt gar nicht mehr... ...das was es mal ausgesagen sollte.

00:56:03: Schwierig!

00:56:07: Ja mit dem Graustufen und der Komplexität von Identitäten so ne?

00:56:13: Äh...ja.

00:56:16: Also

00:56:17: wirklich?!

00:56:17: Ein

00:56:18: paar Schlagworte.

00:56:19: Graustufen, Komplexidität.

00:56:21: Nein aber.... Das ist doch das Faszinierende, dass Identitäten sehr viel komplexer sind.

00:56:28: Und jetzt ein krasses Beispiel wieder...

00:56:35: Wir müssen ja auch mal wieder zurück auf dein Album kommen, ne?

00:56:37: Warum sitzen die eigentlich in der Küche?

00:56:39: Ein Gedanke dazu zu meinem Album.

00:56:41: oder das ist glaube ich das Besondere an Kamera, ganz viel ist da dazwischen.

00:56:46: Also das gibt es glaube ich ganz viele Graustufen weil ich das einfach auch sehr viel interessanter finde als so ganz klares binäres denken so.

00:56:58: Es ist ja vieles auch relativ abstrakt gehalten.

00:57:03: also was jetzt echt zum Beispiel bei meinem Song Softness, das ist fast ein ungewöhnlicher Kamerasong im Sinne von.

00:57:12: da gibt es eine direkte Ansprache und einen direkten Appell.

00:57:16: ganz oft sind Texte und auch Klangwelten vom Kamera sehr viel ja abstrakter und nicht so eindeutig.

00:57:24: einfach Weil es auch das ist, was mich selbst eher interessiert.

00:57:27: Hast

00:57:28: du's als Album geschrieben?

00:57:32: Ist es ein in sich funktionierendes Stück?

00:57:37: Das hoffe ich!

00:57:39: Aber wenn... dann ist es eher im Nachhinein passiert, indem ich das nochmal kompiliere die Songs aus den letzten zwei drei Jahren.

00:57:53: Tja ... Ich glaube dass müsste jemand von außen beurteilen ob es da einen roten Faden gibt oder ... einen guten Zusammenhang.

00:58:00: Das kann ich gar nicht so

00:58:01: beantworten.".

00:58:02: Und jetzt sind wir wieder in der Branche, ne?

00:58:09: Ich sehe das Album hier auf dem Tisch liegen... ...ich sehe auch noch eine CD auf dem Tisch liegen.

00:58:13: Ja!

00:58:14: Du sagst so, ja!

00:58:15: Finde ich selbst ehrlich gesagt ein bisschen schräg.

00:58:18: aber...

00:58:18: Aber

00:58:19: irgendjemand hat doch gesagt... ...ja macht er auch mal CDs.

00:58:23: Das ist ein Teil der Wahrheit.

00:58:25: Aber was tatsächlich gut tut es... ... das Album als Tonträger in der Hand zu halten.

00:58:31: Das ist sich irgendwie materialisiert, so dass habe ich... Als ich die CDs bei mir zu Hause ausgepackt hab, hab' ich das gemerkt.

00:58:37: Ja, schon gut!

00:58:38: Weil wenn du das Album dann nur auf Spotify... Dann sieht's ja aus wie eine Playlist oder so.

00:58:43: ne?

00:58:44: Ich find es schon was anderes, so ein Tonträger in den Hand zu haben.

00:58:48: Es gibt auch die Vignu, aber das sind vier Songs, das ist wie einen Auszug aus dem Album.

00:58:54: Ah,

00:58:54: okay.

00:58:55: Ah, ich verstehe Das Album an sich.

00:58:59: wird es aufs CD geben?

00:59:00: Ja.

00:59:01: Gibt das aber nicht als Menüle, sondern nur die IP gibt's da als Menül.

00:59:04: Ja.

00:59:05: Ehrlich gesagt auch ein bisschen eine Kostenfrage...

00:59:07: Das ist halt das Problem!

00:59:10: Das ist leider das Problem und das hat ja immer noch was damit zu tun dass man S A lagern muss

00:59:16: und

00:59:17: B dass das irgendjemand bezahlen muss.

00:59:19: Richtig

00:59:20: Du bist bei... Wie heißt dein Label?

00:59:24: Hey Blau.

00:59:25: Hey Blauerich kannst du sitzen?

00:59:26: In

00:59:27: Köln.

00:59:30: Wie ist es mit einem Label zusammenzuarbeiten, als Mensch der eigentlich alles do it yourself macht?

00:59:35: Ich find's super!

00:59:36: Genau deswegen... Weil ich dann gerade die Dinge, die jetzt nicht zwingend der kreative Prozess sind, dass ich da eine gute Anleitung habe und Jonas vom Label betreut mich echt super.

00:59:51: Ich bin da sehr dankbar für

00:59:54: das.

00:59:55: Zweite Frage ist wie ist es für dich?

00:59:59: Es hört sich so doof an, weil das überhaupt gar nichts mit Kunst zu tun hat.

01:00:02: Wie ist es für dich im Promotion-Prozess?

01:00:06: Also das hier genieße ich gerade sehr!

01:00:08: Wenn das Teil des Promotion Prozesses ist dann ist das ein sehr guter Teil.

01:00:13: Find' ich aber auch in Ordnung.

01:00:15: Ich sag dir einfach von der anderen Seite... Der Promotionprozess ist das was mich am meisten fickt und wo Im Nachhinein auch vielleicht den einen oder anderen Mini Burnout im Social Media Bereich bekommen haben, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.

01:00:30: Das ist das Stichwort Social Media, ne?

01:00:32: Ich selbst bin kein Social Mediatyp, weil mich reizt es gar nicht mein privates Ich zu veröffentlichen.

01:00:39: Das kann ich jetzt als Kamera in dieser Kunstfigur und für meine Kunstprojekte kann ich das.

01:00:45: aber ich hab' gar nicht diesen klassischen Social-Media Antrieb, ich will meinen privaten Leben teilen mit allen so... Und deswegen macht es mir echt schwer mit Social Media.

01:00:56: Auch

01:00:56: selbst als Kunstfigur?

01:00:57: Also dass du sozusagen ... Kunst, also dein Social-Media-Kanal den du bedienen kannst wie du eigentlich willst das ist nach außen hinstrahlt im Prinzip eigentlich halt ein Musikvideo wie Pressefotos und dann als Kunst Figur könntest du ja im Prinzip alles machen, was im Bereich dieser Kunstfigur passiert.

01:01:25: Ja.

01:01:26: Frage ist halt, sprich deine Kunstfigure mit den Menschen?

01:01:29: Das

01:01:29: ist ein bisschen das Problem bei Kamera.

01:01:32: Genauso ist es... Ich hab' ...das ist ja eine introvertierte Figur die nicht ständig nach außen geht und sagt hey hier bin ich!

01:01:43: Schaut mich an, hört mich an!

01:01:45: Das ist tatsächlich

01:01:47: das Schwierige.

01:01:48: Das heißt du bräuchtest eigentlich Du brauchst jetzt eigentlich eine beobachtende Seite, also die Kamera beobachtet und niemals die vierte Wand öffnet.

01:02:00: Richtig!

01:02:02: Das würde es mir leichter machen.

01:02:04: Wenn ich live auftrete sind zwei Mitmusiker dabei und wir reden öfter darüber ob die beiden diesen Blick leisten könnten.

01:02:12: Also praktisch... die Kamera für Kamera sein könnten.

01:02:15: Das würde für mich in dieser Konstruktion besser funktionieren tatsächlich.

01:02:19: Das heißt, wenn du live spielst ist es auch nicht so.

01:02:22: hey Leute wie geht's euch?

01:02:24: Macht mal Lärm!

01:02:25: Genau das hab ich früher als Rapper natürlich oder als MC.

01:02:29: Ich habe mich richtig als MC verstanden der die Crowd Managed und... Geht mir eure Hände!

01:02:35: Genau, das ganze Programm.

01:02:40: Bei Kamera, zur Kamera passt es überhaupt nicht.

01:02:44: Und zwar auch gar nicht... Das merke ich schon auch wenn ich dann das Kostüm anziehe und damit einher geht so eine bestimmte Körperlichkeit und auch mit Geschminkt sein.

01:02:54: und ja, dann werde ich zu dieser Figur und wie einen Schauspieler probiere zu empfinden was passiert denn jetzt aus der Figur heraus?

01:03:05: Da ist dieses Gebt mir eure Hände!

01:03:08: Es ist einfach nicht Teil des Der Show.

01:03:12: Wann ist das eigentlich in Deutschland passiert, dass dieser Entertainment Faktor so riesengroß geworden ist?

01:03:17: Ich habe das Gefühl... wenn ich jetzt zurückdenke was ich eigentlich in meinen zwanziger alles musikalisch richtig gut gefunden habe.

01:03:27: und da sind halt die großen Vorbilder, da sind Radiohead, Massive Attack, Tool, Sigurros also Radio.

01:03:38: jetzt sind halt so, wir haben einen Hit der heißt Creep.

01:03:41: Den spielen wir nur alle zwanzig Jahre weil ich will keinen Bock haben dass die Leute mitmachen und das ist unsere Playlist.

01:03:46: Wir werden hier keine Hits spielen sondern wir werden eigentlich nur das machen worauf ihr Bock haben.

01:03:51: Und das einzige was ich heute sage is Hallo Hamburg

01:03:56: Genau wenn man aus dieser Zeit kommt oder ich gehe noch mal ein bisschen weiter zurück Nirwana Ja Das ja genau damit bin ich auch groß geworden.

01:04:04: tatsächlich Ist das jetzt gut oder nicht?

01:04:05: Hast du mich

01:04:06: gleich gesehen?

01:04:08: Nein Nein.

01:04:09: Ich kenne niemanden...

01:04:11: Ich habe Motorhead live gesehen, ich weiß nicht wie das jetzt hier zu passt, aber ich muss gerade so lenken!

01:04:15: Das war glaube ich mein erstes Rock'n Roll-Konzert ein großes Motorhead.

01:04:19: Geil.

01:04:19: Und die haben es auch nicht nötig gehabt?

01:04:21: Nee, das stimmt.

01:04:24: Wobei Lemmy war sehr, sehr entertaining.

01:04:27: Ich weiß nicht, hast du mal Interviews gehört oder gesehen?

01:04:30: Ich hab die Doku gesehen.

01:04:32: Ja, ich auch.

01:04:33: Die

01:04:33: ist fantastisch von seinem Sohn sogar, kann das sein?

01:04:36: Ich weiß, die ist super.

01:04:38: Fand ich total beeindruckend.

01:04:40: Und witzigerweise bist du halt auch hier in der Küche, wo eine meiner Mitbewohner mit Bewohnern auch für Motorheit gearbeitet hat.

01:04:51: In der Promotion.

01:04:52: Ich weige ja nicht weiter hinaus aber es ist so das als er noch gelebt hat und sie für ihn halt auch als internationale Künstler Betreuung hat sie ich glaube zu Weihnachten oder zum Album Release die hat ne Kutter bekommen Mit ihrem Namen hinten drauf steckt, so ähnlich wie bei der Turbo-Jugend Lemmy Crew.

01:05:15: Also die wurde gefragt welche Größe du hast.

01:05:18: und weil Lemmy als Person das total wichtig gewesen ist dass alle Leute die für ihn arbeiten etwas bekommen.

01:05:26: Und das finde ich halt auch so interessant an diesem Menschen.

01:05:29: Der hat ja nicht in Armut gelebt Er hat schon Kohle gehabt aber er hat viel verteilt Und immer dafür gesorgt, dass alle Menschen die um ihn herum gewesen etwas von seinem Erfolg abbekommen haben.

01:05:44: Das heißt ich will nicht zum Heiligen sprechen?

01:05:46: Da gibt es auch so die Heiligen und anderen Geschichten auch in der Doku wo man sagt, ah ja alles klar aber das finde ich ist ein schöner Ansatz weil man braucht eigentlich gar nicht so viel.

01:05:57: Ja

01:05:58: da sind wir wieder beim Flohmarkt oder ob er eine Umzugskarton hat.

01:06:03: Man braucht eigentlich garnicht soviel.

01:06:07: Weil

01:06:07: es schon noch schöne Dinge gibt.

01:06:08: Ich weiß nicht, wie ich das eben formuliert habe, aber... ...ich verstehe auch den Reiz, den Dinge ausüben auf Leute.

01:06:15: Das gibt's für mich auch.

01:06:17: Klar!

01:06:18: Nicht umsonst hast du deine CD-Ling?

01:06:19: Genau!

01:06:21: Ein Ding!

01:06:22: Ein ding!

01:06:23: Etwas ein Ding!

01:06:24: Jetzt kann ich aber vorher auch als Musiker verstehen.

01:06:27: Hast du eigentlich die Hypes der letzten einer Woche mitbekommen wenns darum geht musikalisch national international?

01:06:38: Also einmal, du bist gut genug.

01:06:41: Hab ich witzigerweise gerade drüber gelesen?

01:06:44: Ich hab's gar nicht gehört.

01:06:45: Ich hab mir das vorgenommen, dass einmal ... also Blumengarten, ne?

01:06:48: Ja!

01:06:48: Ich habe mir vorgenommen, das nachzuhören.

01:06:51: Ich kenne Blumegarten und aber ich kenn' das Lied nicht.

01:06:55: Ich habe vorhin heute Morgen gelesen, dass es da grade in Internetzenein Hype gibt.

01:06:59: Ja... Ich bin jetzt im Nachhinein ein bisschen enttäuscht, dass der Hype trifft nicht ganz meinen Erwartung.

01:07:07: Also es ist vollkommen anders, als ich das hätte gedacht.

01:07:11: Ich finde, es funktioniert fantastisch.

01:07:12: als Snippet und als ganzen Song war ich dann so... Ach Mann!

01:07:16: Das hat mich jetzt irgendwie kalt gelassen dafür dass es als Snip zu gut funktioniert.

01:07:21: Und der andere High wäre Nimi gewesen.

01:07:27: Dann sind wir schon hier bei Künstlicher Intelligenz.

01:07:30: die große Frage wie gut kann Künstliche Intelligenze eigentlich Musik machen für nach außen hin Menschen, die das hören abgreifen und zugleich eine Internetpromo starten wo du denkst über so ein richtiger Künstler.

01:07:49: Dann gebannt werden aus irgendwelchen urheberrechtlichen Gründen von Spotify und von Instagram verschwinden obwohl man gerade innerhalb von kürzester Zeit einen riesengroßen Hype ausgelöst hat.

01:08:00: super interessant kann ich allen Hörerinnen und Hörern die darüber lesen möchten müssen jetzt leider auf Musikexpress und Rolling Stone hinausgehen, weil auch da im Netz halt einfach... Kurz ist der Hype da.

01:08:13: Dann ist schon wieder weg.

01:08:15: Scheiße!

01:08:16: Mann was machst denn du jetzt eigentlich nach dem Album?

01:08:18: Mast ein neues Album oder gibt es ein neues Projekt?

01:08:23: Gute Frage.

01:08:26: Ich glaube erstmal sacken lassen jetzt wenn das raus ist und die Reaktionen abwarten.

01:08:30: und ja ich glaube ich habe nur neue Songs zu schreiben, neue Produktionen zu machen weiterzuarbeiten.

01:08:41: Gibt es einen Wunschplan für dich?

01:08:43: Gibt's so was, was du sagst.

01:08:45: Was du abarbeiten musst weil du das vor zehn Jahren schon mal aufgestellt hast.

01:08:49: So eine Art Checkliste.

01:08:52: Ich hab mal so ne Checklist gemacht.

01:08:53: ich wollte irgendwie drei Alben noch mit meiner Band veröffentlichen dann Solo-Album.

01:08:58: Dann wollt' ich noch zwei Theaterstücke machen ein Buch schreiben und einen Film drehen Und vieles davon habe ich

01:09:05: schon abgehalten!

01:09:06: Bist du aufs Buch und den

01:09:07: Film?!

01:09:09: Ich glaube überhaupt nochmal nen Pop Act auf die Beine zu stellen der... der sehr eng mit mir verbunden ist.

01:09:18: Das war noch mal ein Wunsch, warum ich das überhaupt gemacht habe.

01:09:21: Ich glaub vor fünf, sechs Jahren hab' ich damit begonnen und wenn du so willst, dann hab ich das jetzt abgehakt.

01:09:28: Da stand jetzt glaube ich nicht mal zwingend drauf es muss einen Album geben, dass es jetzt so passiert irgendwie.

01:09:38: Ich bin total glücklich mit meinem Berufsleben weil ... Das ist super abwechslungsreich und ich kann mich auch so ein bisschen treiben lassen.

01:09:48: Also wenn dann einen Anruf kommt, hey kannst du nächste Woche mal dies das machen oder so?

01:09:51: Dann freu'n mich auf das nächste Abenteuer.

01:09:56: So wie jetzt letzte Woche.

01:09:57: der Anrufe kam aus Osnabrück aus dem Theater hier fällt jemand aus springste spontan ein.

01:10:02: Ich liebe dass!

01:10:04: Ich finde es toll, kleine Kunstabenteuer immer Und meine Erfahrung zeigt ja... Das geht Jahr für Jahr so weiter.

01:10:14: Für mich auf jeden Fall noch, oder ich sehe da kein Ende.

01:10:17: auf jeden fall und...

01:10:18: Da ist es wieder das Unwort des Jahres noch?

01:10:21: Noch richtig!

01:10:24: Genau, ich weiß, ich kenne das Zitat ja Jürgen Klopp.

01:10:29: Jürg Klopp,

01:10:30: der gute Alte noch.

01:10:34: Ja noch ist so doof Ja,

01:10:37: noch

01:10:37: ist Quatsch.

01:10:38: Es hat immer so eine Begrenzungsform.

01:10:40: Warum sollte es denn nicht weitergehen?

01:10:42: Bei irgendjemand gesagt hat ja ab viert siches Schluss.

01:10:45: Das meine ich gar nicht vom Alter vielleicht, das hat mehr mit der Freiberuflichkeit zu tun.

01:10:50: Du denkst jedes Jahr aufs Neue was finanziert dich im nächsten Jahr oder kommt da ein Projekt rein oder musst du in die Akquise gehen oder irgendwas und... Ich habe früher einmal gedacht Ja, das hört vielleicht irgendwann auf und dann stehe ich da.

01:11:06: Und was mache ich denn dann?

01:11:08: Ich habe jetzt ein gewisses Vertrauen einfach, dass es nicht aufhört.

01:11:13: Das ist richtig gut als Freiberufler, dass der auch vollkommen recht ist.

01:11:18: Gerade wenn's an so einem Punkt kommt... Und ich war da gerade vor kurzem an so einen Punkt wo ich gedacht habe, hey, das kann doch nicht sein!

01:11:26: Der war doch immer irgendwo eine Tür.

01:11:28: Warum geht jetzt grade hier keine Tür

01:11:29: auf?!

01:11:31: Dieses Gefühl dieser Scheiße, hier ist ein Graum oder fütte ich langsam mit Wasser.

01:11:37: Aber hier waren doch immer überall Türen.

01:11:38: Warum sind die jetzt alle nicht mehr da?

01:11:40: Warum sind sie denn alle geschlossen?

01:11:42: Oder warum gehen die nicht so einfach wie früher auf?

01:11:49: Das nervt mich!

01:11:52: Und wenn dann eine Tür offen ist und das Wasser wieder rauslaufen kann, dann ist halt geil.

01:11:57: So, dann denkst du halt wieder... ... wie dieses Jahr wieder Glück gehabt.

01:11:59: Mensch, irgendwie geht's ja immer!

01:12:01: Genau!

01:12:01: Und dann kommen auch alle an... Das hat sich zum Beispiel halt auf, wenn alle ankommen, ach... Da schaffst du schon?

01:12:06: Das hast du in den letzten Jahren auch geschafft so.

01:12:09: Das ist von außen.

01:12:12: Bist du manchmal eifersüchtig auf nine to five Jobs?

01:12:19: Also manchmal wünsche ich mir das klar.

01:12:22: Ich kenne den Mund schon.

01:12:25: Einfach dass man entlastet ist vom sich immer selbst neu zu motivieren oder Das verstehe ich jetzt auf jeden Fall darunter angehen.

01:12:33: Ich würde jetzt mal sagen, nein du Pfeife im Sinne von Angestellt sein und hast jemanden der dir sagt mach mal diesen, mach mal das und so.

01:12:38: Mensch wir haben hier noch eine leere Position.

01:12:41: Hast du nicht Lust nochmal vorbeizukommen?

01:12:43: Kannst du Vertrag unterschreiben?

01:12:45: Kannste halt auch nur so hinarbeiten dass du vielleicht Beamtenstatus erreichst.

01:12:48: Also ich kenne den Mund schon Der ist immer sehr kurz.

01:12:52: Das merke ich dann immer.

01:12:53: Und dann merk' ich wieder ey ich glaub in dem was ich mache In dieser Freiberuflichkeit mit diesem ganzen Unstätigkeiten, gerade was die Arbeitsintensität betrifft.

01:13:03: Da bin ich genau richtig!

01:13:05: Weil das erlaubt mir punktuell für eine gewisse Zeit sehr intensiv in etwas einzusteigen und dann danach aber auch wieder aufzutauchen und durchzuatmen um dann wieder tief einzusteigen und so.

01:13:18: und ich glaube diese Wellenbewegung, die mag ich total gerne und die entspricht mehr.

01:13:23: Hast du auch das Gefühl dass du viel mehr arbeiten müsstest für diese Gesellschaft?

01:13:29: Wenn du sowas hörst, von Friedrich Merz.

01:13:33: Fühlst du dich angesprochen?

01:13:38: Ja was soll ich da zu sagen...

01:13:40: Was soll man generell dazu sagen?

01:13:45: Ja, egal.

01:13:49: Das macht jetzt ein Riesenfeld auf.

01:13:51: Da müsste ich...

01:13:54: Du guckst Fußball?

01:13:55: Ich meine so du guckest ein bisschen Fußball und auch wenn die WM halt ein kapitalistisches Scheiß-Drecks-Myst-Stück ist, guckt man sich trotzdem gerne an.

01:14:03: Hast du gestern Spanien gegen Cap Verde gesehen?

01:14:06: Hätte ich gerne gesehen weil ich aber gerade wie gesagt auf einer Probe im Theater habe ich nicht gesehen.

01:14:12: Aber ich gucke aber die Deutschlandspiele zum Beispiel auch aus.

01:14:16: so einem alten Kind Kindheitsverbundenheit mit ersten WMs und so, das habe ich immer noch ein bisschen.

01:14:23: Find' ich fantastisch!

01:14:23: Auch mir sagt man dann an... Was hätte ich niemals gedacht, dass du so Fußballfan bist?

01:14:28: Das ist halt... Ja... Bei mir auch.

01:14:31: So, nass nur einmal noch die Möglichkeit weil wir ja schon längst drüber sind nochmal einfach deiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

01:14:41: was passiert bei dieser WM?

01:14:43: politisch gesehen wo keiner mit gerechnet hätte kann alles sein Von sinnig bis unsinnig.

01:14:52: Politisch

01:14:53: gesehen?

01:14:53: Politisch gesehnt, was... Man

01:14:54: hat so irgendeinen Move von Trump wie er sich in Szene setzt.

01:14:57: Zum Beispiel!

01:14:57: Zum Beispiel

01:14:58: oder was... Nee das ist ja das Krasse, dass es ja alles überhaupt nicht außergewöhnlich wäre.

01:15:03: Das ist ja alles vorhersehbar.

01:15:05: Das is' ja das Besondere an dieser Trump-Realität.

01:15:11: Weißt du diesen, was man sagt, Truth Is Stranger Than Fiction, das stimmt ja nicht.

01:15:15: Nein.

01:15:16: Wie heißt's?

01:15:18: Sometimes Truth is Stranger Than Fiction, so ist es nämlich tatsächlich.

01:15:21: Das ist ein alter Bad Religion Song den ich im Kopf hatte gerade oder in altes Sprich worden und das ist ja die Realität unter Trump.

01:15:30: Du kannst dir ja nichts Absoderes ausdenken was dann von dem was er tatsächlich in die Tat umsetzt überholt wird rechts überhohlt wird.

01:15:39: Ja wir bauen einen großen Käfig am weißen Haus auf und wenn der Motorräder links und rechts rumfliegen Das ist mein Geburtstag.

01:15:50: Achtzig Jahre Trump!

01:15:52: Was ist das bitte?

01:15:53: Ich stelle mal eine auf und zwar, ich glaube Iran und die USA vom Gefühl her werden sich – weil sie es schon können im Viertelfinale begegnen.

01:16:03: Stimmt, dass es möglich, ne?

01:16:05: Und die Iraner….

01:16:05: also die USA haben ja ihr Spiel gewonnen.

01:16:07: Die Iraner haben glaub ich heute einen zwei zu zweit oder ein eins zu eins, die haben unentschieden gezogen aber die werden sich begegnern.

01:16:15: Und mein Gefühl, weil Geschichte, also Murphy's Law die Iraner werden gewinnen und es wird nicht angesehen.

01:16:28: Die Iraner bekommen mindestens.

01:16:29: irgendwo habe ich das Gefühl die Iranern bekommen ein Sieg abgesprochen durch irgendeine Situation.

01:16:36: oder

01:16:36: du hast in die Situation die USA führt Null Eins und dann sagt Trump Stop the Count.

01:16:42: Es ist Donald.

01:16:45: Wir haben jetzt dreißig Minuten Pause, aber es ist gerade Donald.

01:16:51: Ja genau!

01:16:52: Die mussten ja gestern nach dem Spiel sofort wieder ausreisen.

01:16:56: Super unwürdig oder?

01:16:57: Das ist so unwürdig

01:16:58: und ich finde auch das was dann habe ich vorhin noch gelesen sagt der iranische Kapitän natürlich zu Recht Ey FIFA bitte warum unterstützt ihr uns nicht mehr dass die sich so zum Bittel da machen?

01:17:11: naja

01:17:11: es gibt auch gute Geschichten.

01:17:12: Was ich richtig gut gefunden habe, ist dass Kanada den somalischen Schiedsrichter, den sie ausgewiesen haben nochmal eingeladen haben dort ein Spiel zu pfeifen.

01:17:20: Das ist der Gegenentwurf!

01:17:25: So wir haben eine Playlist die heißt Astrakolader Nacht Asyl.

01:17:29: da packen wir beziehungsweise unsere Gäste den einen oder anderen Song drauf.

01:17:33: wenn nicht einen Kamerasong draufpacken würde welchen sollte ich dann nehmen?

01:17:41: Also Aktuell wäre es sicher Softness, einfach weil das die Delete-Single aus dem Album ist und so mit der ich auf wie verbinde.

01:17:49: So mein letzten Endes, so dass mein größtes Herz steckt in Safe Space.

01:17:54: Okay wenn du ein Song hättest, den du drauf packen könntest im Sinne von Das ist mein Alltime Favorite.

01:18:00: Welchen würdest du darauf packen?

01:18:02: Oh,

01:18:02: das ist sehr schwer!

01:18:04: Es gibt so viele Alltime Favorites.

01:18:06: aber wo ich gerade eben über kurz über Frank Ocean gesprochen habe Dann wär's vielleicht White Ferrari.

01:18:13: Okay, und dann war ich es nochmal gelesen habe und gedacht hab, ah Kurtis Mayfield hast du sozusagen auch in deinen Inspirationen drin stehen würde dich einfach move on up aufpacken weil ist einfach ein fantastischer gute Launesong immer für geile Laune sorgt.

01:18:31: Dann bedanke ich mich ganz herzlich dafür dass du hier in meiner Küche gewesen bist.

01:18:35: Ich vertröste noch mal alle, weil ich es nicht gesagt habe.

01:18:37: Ey sorry wir hatten so zwei Wochen Sommerpause unangekündigt.

01:18:40: Habe ich beim letzten Mal gar nicht gesagt!

01:18:41: Es ist einfach passiert und wir hören uns nächste Woche... ...und damit gehen wir ab an die eingeschalteten Rundfunkhäuser.

01:18:50: Felix, ich bedanke mich ganz herzlich.

01:18:51: Vielen

01:18:52: Dank dass ich da sein durfte und das du dich für mich interessierst.

01:18:55: Und ansonsten Kamera kommt raus, Kamera Cyborg Love kommt raus am sechsten zwanzigsten Sechsten.

01:19:03: Als CD gibt es aber als EP, wo?

01:19:06: über deinen Shop?

01:19:08: Ja genau findest du überall.

01:19:09: Also bei JPC zum Beispiel oder beim Spotify-Account kannst du auch bestellen auf meiner Website www.kameramusik.de.

01:19:20: Instagram.

01:19:21: Genau, Kamera Musik bei Instagram.

01:19:24: Wer also diese nette wunderschöne Stimme weiterverfolgen möchte kann das gerne tun auf Empfehlung.

01:19:32: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

01:19:33: Mir

01:19:33: auch!

01:19:34: Dankeschön, tschüss ihr da draußen.

Über diesen Podcast

Daniel Höötmann und Hauke Horeis diskutieren in diesem Talkformat wöchentlich über befindlichkeitsfixierten Unsinn. Dabei werden sie regelmässig von Menschen aus der Kulturszene unterstützt. Ist „Astra Colada" ein Podcast wie jeder andere? Kritiker bejahen das. Zwei alte weiße Männer sprechen in gebrochenem Deutsch über die alltägliche Qual ein Opfer der Konsumgesellschaft zu sein. Klingt nach einer neuen frischen Idee fürs Radio. Seit 1995 trägt man auch das Gütesiegel „Hamburgs Kulturpodcast Nr.1". Eine Auszeichnung die man mit Stolz trägt und nur dazu benutzt, vielversprechende Künstler:innen in die Sendung zu locken. Dieser Podcast würde sich gerne durch öffentliche Gelder und Werbung finanzieren, aber wer greift schon gerne in die Tasche eines nackten Mannes.
Gute Unterhaltung wünscht ihnen ihr Ministerium für Spott und Hohn.

von und mit Daniel Höötmann & Hauke Horeis

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